Ich lasse mich

Schmetterling sitzt auf lila Lavendel - ich lasse mich hope and shine

Vorurlaubsvorfreude. Vorurlaubsaufregung. Vorurlaubsgutelaune. Endlich freuen, so richtig. Auf etwas, das nicht mehr in vager Ferne liegt, sondern so unmittelbar vor mir, sodass ich es fast schon greifen kann. Meine Fingerspitzen sind kribbelig. Ich bin hibbelig. Ich schreibe Listen, die Ordnung in den Kopf bringen sollen. Ich suche zappelig nach Büchern für den Urlaub und verliere den Faden in der Fülle der Angebote. Ich zähle die Tage bis. Trällere während dem Abwesenheitsagenten-Einrichten meines Email-Accounts vor mich hin. Sehe mich vergnügt dem Alltag entfliehen.

Aber da bin ich, immer noch. Meine Gedanken sind so viele, dass sie, würde ich sie aufschreiben, einen fetten Schmöker abgäben. Mein Kopf hört nicht auf mit Planen und Organisieren. Meine Hände waschen eifrig Wäsche für den Urlaub vor, sie verräumen Geschirr und Kleidung, machen hilflos Ordnung, wo es nichts mehr zu ordnen gibt.

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Ein Licht am Horizont

Bäume mit Lichtstrahl

Manchmal, wenn ich die Augen schließe und mich auf den Punkt zwischen meinen Augenbrauen konzentriere, erscheint ein mildes, gelbes Licht. Wenn ich Glück habe, bleibt es für eine Weile. Und an manchen Tagen, da sehe ich einen Strahl dieses Lichts wandern. Er durchwandert meinen Körper, Stück für Stück, gelangt bis in den Bauch und manchmal sogar bis zu den Zehenspitzen.

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Und plötzlich ist nichts

Baumreihe im Nebel des Nichts

Meine Kehle ist trocken, es kommen keine Worte mehr. Alles ist gesagt, alles gefragt, alles getan. Mein Körper ist schlaff, matt und reglos liegt er da.

Was war ich stolz auf mich und dann wieder enttäuscht von mir. Habe durchgeatmet, die Zähne zusammengebissen, durchgehalten. Ich bin hingefallen, darnieder gelegen, bin aufgestanden, habe von vorne begonnen. Habe Versuche gestartet, immer wieder Neues probiert, Dinge verändert, bin in alte Muster verfallen. War sanft und verständnisvoll, hart und unerbittlich. Habe mich aufgebäumt, um mich dann wieder hinzugeben.

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Meine Freundin, die Angst

Himmel über dem Nebel - Ängste zulassen, Hoffnung schöpfen

Es waren schöne Urlaubstage. Gespickt mit Waldspaziergängen, beraureiften Bäumen und ganzen Tagen, an denen ich keinen Schritt vor die Tür setzen musste. Und dennoch, zur Ruhe gekommen bin ich nicht. Werde ich je wieder zur Ruhe kommen, frage ich mich, in dieser Zeit der Unruhe, die mich nicht einschlafen und zu Unzeiten aufwachen lässt. Die meine Gedanken nicht verstummen lässt, auch wenn ich eine Meditation nach der anderen höre. Die mir den Hals eng macht trotz Bewusstheits- und Atemübungen. Die mir trotz herbeigedachter Zuversicht und vorgetäuschtem Optimismus den ersten Home Schooling-Tag nicht gelingen lässt. Die meine Nerven, die ich dachte gestärkt zu haben, mitsamt der Internet-Verbindung niederbrechen lässt.

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Lockdown-Kalender voll Inspiration und Elan – für gelangweilte Kinder und verzweifelte Eltern

Mit Elan in den Lockdown

Nach dem ersten Schock kam die Idee: Wir werden versuchen, diesen Lockdown so sinnvoll wie möglich zu gestalten. Wir werden Ausschau nach Dingen halten, die Kreativität oder Aktivität in sich bergen und Eltern und Kindern guttun. Und so entstand er: Mein Lockdown-Kalender mit 20 Aufgaben für Kinder im Volksschul- und Unterstufenalter, um die Tage wertvoller und sinnerfüllter zu machen.

Ich möchte ihn verschenken, an euch und eure Kids. Ausgedruckt und wie ein persönlicher Adventkalender verkleidet mit tageweisen Zettelchen zum Abnehmen wird er euren Kids bestimmt Freude machen. Und gibt ihnen ein gutes Gefühl des Wachsens, Gestaltenkönnens, Aktivseins! Ab morgen geht sie los – die 20 Tage Inspirations-Challenge!

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Wie tiefste Tiefen zum größten Gewinn werden

Dunkler Himmel mit Lichtstrahl am See - Wie tiefste Tiefen zum größten Gewinn werden

Ich glaube, dass unsere tiefsten Tiefen zu unserem größten Gewinn werden können. Dass die schlimmsten Erlebnisse sich zugleich als höchste Wachstumschance entpuppen können. Ich beobachte dies immer wieder – und am deutlichsten an mir selbst. Denn ohne den Tod meiner Eltern hätte ich mich dem Schreiben wahrscheinlich nicht in so einem Ausmaß zugewandt, hätte nicht erkannt, dass es das ist, was mein Herz zum Springen bringt.

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Grenzen sprengen durch Hingabe

Experiment Hingabe am See, mit Schwan

Ich war nie eine leidenschaftliche Schwimmerin, war nie zu dem geworden, was man landläufig eine Wasserratte nennt. Vielleicht fehlte es mir am inspirierenden Schwimmunterricht, da gab es nämlich keinen, vielleicht hatte ich aber auch einfach nichts am Hut mit dem Element Wasser. Als ich einst von meiner Energetikerin gefragt wurde, war mir auf Anhieb sonnenklar, dass meine Elemente Wind und Feuer sind, ein gutes Duo, wie sie meinte.

Und dennoch war ich stets fasziniert von Meer- und Seeblicken, von Flüssen und Bächen, nur besuchte ich sie meist nur kurz um Abzukühlen, aber bei Gott nicht, um mich länger dort aufzuhalten. Mir wurde schnell kalt und ich hatte ganz offen gestanden Angst. Ich wollte nie zu weit hinausschwimmen, hatte Wadenkrämpfe im Kopf, die es mir unmöglich machen könnten, an Land zu kommen oder Algen bzw. sonstige Gewächse, an denen ich möglicherweise festhängen und nicht mehr loskommen könnte und im Zuge dessen elendiglich ertrinken müsste.

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Wie ich mich in das Jetzt verliebte

Schreiben am Laptop - Leben im Hier und Jetzt

Ich habe mich an das neue Leben gewöhnt. Das Arbeiten zuhause wird routinierter. Das außerschulische Lernen bekommt schön langsam Strukturen. Phasen des Aus-der-Haut-Fahrens wechseln mit Phasen noch nie dagewesener Entspannung. Phasen von ungewöhnlicher Gedankentiefe weichen der Erwartungslosigkeit. Die Sehnsucht nach Menschen und Abwechslung, nach mehr Leben im Haus, nach gehaltvollen Gesprächen face to face, nach sorglosen Blödeleien und spontanem Scherzen, nach Situationskomik, die kein digitales Medium herbeizuführen vermag, die nur in der realen Welt erlebt werden kann, steigt. Die Tatsache, wieder ein Buchgeschäft betreten zu dürfen, von Regal zu Regal zu streifen, in unterschiedlichsten Exemplaren zu schmökern, sie in meinen desinfizierten Händen zu halten, ist ein erwartetes Highlight. Ich erdulde nachsichtig das Fernbleiben des köstlichen Geruches, dieser herrlich einzigartigen Duftnote, die nur ein frisch gedrucktes, neu entpacktes Buch zu verströmen vermag, jedoch aufgrund von Nasen-Mundschutz-Maske diesmal nicht wahrgenommen werden kann.

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Befreiung durch Coronavirus?

Ein Schmetterling sitzt auf einer Blüte - Befreiung durch Coronavirus?

Du, Mama, sagt sie, eine Lehrerin habe heute in der Schule geweint. Es ist kurz vor dem Einschlafen und eigentlich sollte ich nicht mehr auf ihre hundert Fragen und Bemerkungen eingehen, mit denen sie den Schlaf gern hinauszögert. Aber ich bin plötzlich hellwach. Die Lehrerin mache sich solche Sorgen wegen dem allem, murmelt mein Kind noch, kurz bevor es wegdämmert.

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Wie deine Schwingungen die Welt verändern

Wellen - Wie deine Schwingungen die Welt verändern

Meine Freundin ist erstaunt. Ein Freund hat ihr eine Nachricht geschrieben: “Weil du mir schon so viel geholfen hast, möchte ich jetzt dir helfen.” Wie meint er das, ich habe doch gar nichts gemacht, beteuert sie verdutzt. Vielleicht halt mal zugehört. Aber sonst?

Ich weiß, dass meine Freundin sehr gut zuhören kann. Sehr gut ermutigen kann, wenn man Ermutigung braucht. Sehr gut ironisch sein und kluge Scherze machen kann, wenn die Situation eine Prise Humor vertragen kann. Sehr gut beruhigen und einen auf den Boden bringen kann, wenn man denkt, man ist mit einem gewissen Problem allein auf der Welt.

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