Ein neues Gefühl

3 Bäume in der nebeligen Winterlandschaft erzählen über ein neues Gefühl

Es begann schon etwas fragwürdig, dieses Fest. Bereits Tage davor stellte sich eine zweifelhafte Harmonie ein, das Kind kam ungewohnt schnell allen Aufgaben nach, die man ihm übertrug, erschien merkwürdig ausgeglichen und steckte einen an mit seinem ungestümen Herumgehüpfe, mit dem Aufgeregtsein, mit dem Neugierigsein, mit dem Sich-Freuen auf diesen besonderen Tag, der, so denkt man, doch nur für Kinder diesen besonderen Zauber zu haben hat.

Aber, so stellt man plötzlich überrascht fest, er hat die ganzen Jahre hindurch nichts an Magie eingebüßt, man ist selber wieder so aufgeregt wie ein Kind. Vorfreudig nestelt man an den letzten Vorbereitungen herum, um dann gerührt vor diesem Baum zu stehen, der mit demselben Christbaumschmuck wie all die Jahre zuvor behangen wurde, von dem derselbe Duft nach Tannennadeln, Wunderkerzen und Süßigkeiten ausgeht wie immer, es gibt nichts Neues und Ungewöhnliches zu sehen an diesem Baum, die Kontur ist die einzige alljährliche Veränderung an ihm, ansonsten scheint alles wie sonst auch – und trotzdem übermannt einen das Besondere, das Außergewöhnliche dieses Tages, das kein Festtag im Jahr toppen kann, in diesem Moment, in diesen Düften, in dieser Dunkelheit durchbrochen nur durch Kerzenlicht. Und plötzlich weiß man, dieser Tag wird immer seinen Zauber haben, er wird ihn nicht verlieren, keines Jahres wird er einem egal sein, dieser eine Tag im Jahr, der nur wie ein Teil des Tages heißt, dieser heilige Abend.

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Ein bisschen Glitzer

Glitzer mit Weihnachtspaket - Ein bisschen Glitzer trotz Nachhaltigkeit

Was tun, wenn man zwischen der weihnachtlichen Euphorie am Schenken und dem Sparen von Ressourcen hin- und hergerissen ist?

Auch wenn die Weihnachtsstimmung mich gepackt hat, die Freude am Schenken wie jedes Jahr groß ist, bin ich verunsichert. Ich schenke zu viel. Ich schenke jenen, die alles haben sowie genauso ich, die ich nichts wirklich zusätzlich benötige, Geschenke in Empfang nehmen werde.

Ich beschenke mein Kind, das Spielsachen hat im Überfluss. Ich kaufe ein, obwohl ich so gerne Ressourcen sparen und noch viel nachhaltiger sein möchte. Ich verstärke die ungerechte Verteilung in der Welt, ich unterstütze den Klimawandel. Ich bin eine Zumutung für diese ohnehin schon gebeutelte Welt.

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Leise kleine Freuden

Glitzernde Punkte - leise kleine Freuden

In der Schulklasse meiner Tochter ist heuer Engerl-Bengerl-Spiel angesagt. Es geht aber nicht nur darum, sich ein kleines Geschenk für sein Bengerl auszudenken.  Die Spielregel lautet auch, seinem Bengerl über den Advent verteilt kleine Freuden zu machen. Auf eine Art und Weise, die der- bzw. demjenigen jedoch nicht verrät, von wem die Beglückung ausgeht.

Gleich löst diese Botschaft einen Rattenschwanz an Überlegungen in mir aus. Könnte ich das auch? Könnte ich nicht auch leise kleine Freuden verteilen, anstatt mich mit der Suche nach dem besten Weihnachtsgeschenk oder dem sinnvollsten Weihnachtsspruch zu befassen?

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Die Liebe ist das Größte

Gesteck in Herzform am Grab - Die Liebe ist das Größte

Es gibt so Tage, da erwischt es mich. Vielleicht liegt es am Nebel, am Sprühregen, am November oder an Allerheiligen an sich. An den Liedern, die von einem bestimmten Radiosender gespielt werden und einem bewusst machen, wie viele Namen von Leuten man schon kennt, die bereits gestorben sind. An dem ein oder anderen nachdenklichen Text, den man dieser Tage gern liest. Am Gesteck, das man aussucht, um es aufs Grab zu legen. An der Grabkerze, für die man sich letztendlich entscheidet, obwohl keiner der aufgedruckten Sprüche gut genug erscheint.

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I brauch mei Überdosis Gfüh´l

Durch das Herbstblatt scheint die Sonne - Mei Überdosis Gfüh´l

Was tun, wenn einem plötzlich alles lose und schal erscheint? Wenn man zu sehr an der Oberfläche lebt und doch viel lieber in die Tiefe gehen würde? Wenn man wieder einmal seine Überdosis G´fühl braucht? Ich mache mich auf Wundersuche – und es passieren Wunder. 

Der Alltag ist mir zu alltäglich geworden, durchsät von zu vielen Verpflichtungen, zu hohlen Gesprächen und trivialen Geschehnissen. Es berührt mich, begeistert mich zu wenig, die Tage verstreichen, einer nach dem anderen, belanglos, bedeutungslos fast. Ich funktioniere, rede, lache, aber nicht ganz, nicht von innen her, alles geschieht zu sehr an der Oberfläche. Ich möchte mehr spüren, tiefsinniger reden, ich will, dass mich etwas durchströmt, es soll groß sein, intensiv, ekstatisch. Ich brauche nicht das Alltägliche, das Gewöhnliche, ich brauche mehr, viel mehr Gefühl, eine Überdosis davon, ich brauche sie, meine Überdosis G´fühl.

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Alle deine Gefühle sind wertvolle Schätze

Herbstblatt mit Herz hängt am Baum - Deine Gefühle sind wertvolle Schätze - Hope and shine

In einer Phase des Mitgefühls denke ich über die Gnade des Fühlens nach und bemerke: Unsere Gefühle sind wertvolle Schätze – und zwar alle.

Da begegnet er mir wieder, der Tod. Die Mutter einer Bekannten, sie starb recht plötzlich. Obwohl ich die Verstorbene nie kennenlernen und die Bekanntschaft ihrer Tochter erst vor ein paar Tagen machen durfte, kann ich nicht anders, als ständig an sie zu denken. Wie ergeht es ihr, welche Gefühlsregungen macht sie durch? Ist sie geschockt, verzweifelt, ohnmächtig? Fühlt sie sich allein gelassen, ist sie entsetzt oder einfach nur traurig?

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Eins kann mir keiner nehmen

Boots stapfen im Regen - Die pure Lust am Leben - Hope and Shine

Mitten an einem grauen Regentag überkommt mich auf einer Autofahrt ein großes Glücksgefühl. Warum? Ich weiß es nicht. Es kommt einfach so, aus dem Nichts. Jedoch veranlasst mich dieser Moment, mir folgende Frage zu stellen: Warum sind wir eigentlich nicht öfter einfach grundlos glücklich? Besser noch: Warum nicht immer?

Ich fahre mit dem Auto. Im Radio läuft „Raising my family„. Ich bin nicht schnell unterwegs, nichts treibt mich zur Eile. Es regnet, aber ich komme gut voran. Beim Refrain summe ich mit. Unvermittelt macht mein Herz einen Sprung. So einen, den Herzen machen, wenn etwas Besonderes geschieht. Wenn man zum Beispiel frisch verliebt ist und seinen Herzensmenschen in Kürze treffen wird. Oder man kurz vor einem größeren Urlaub steht, den man vor Ewigkeiten schon geplant hat. Oder man den Schlüssel für die neue Wohnung zum ersten Mal in Händen hält. Fast so, als ob man verstorbene Eltern plötzlich lachend zur Tür hereinkommen sieht, als wäre nichts gewesen. Als hätte man gerade erfahren, dass das eigene Buch veröffentlicht werden würde. So einen Satz macht mein Herz.

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Was wünschst du dir eigentlich?

Was ist dein sehnlichster Wunsch - hope and shine

Was wünschst du dir eigentlich so sehr, fragt meine Tochter gespannt, als wir wieder einmal das Handythema diskutieren und ich sie nochmals auf ihren nächsten Geburtstag vertröste. Sie scheint erstaunt darüber, dass ich nicht aus der Pistole geschossen antworte, sondern meine Stirn runzle und offensichtlich erst jetzt in diesem Augenblick, als sie die Frage an mich richtet, anfange, darüber nachzudenken. Sie wundert sich, dass es für mich nicht dieses heiß ersehnte Etwas gibt, ein Etwas, das ich mir so sehr wünsche, dass es mir sofort auf den Lippen liegt, ich es prompt parat habe, wenn ich danach gefragt werde, so wie es für sie das erträumte Handy ist. Dieses eine Etwas, das die Welt perfekt und vollkommen machen würde und mit dem man – wenn man es denn endlich hätte – sich vorstellt, nie wieder im Leben unglücklich zu sein.

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Urlaub im Ich

Ein Tor öffnet sich zum Meer mit einer Frau, die befreit ihr Tuch zum Himmel schmeisst - Urlaub im Ich, Hope and shine

Ich gehe mit meiner neu gewonnen Ruhe durch die Stadt. Ich fühle mich anders als früher, neue Schwingungen pulsieren in mir. Unaufgeregt marschiere ich langsamen Schrittes, bedächtig inspiziere ich alles, als wäre es neu für mich. Die Zeit, in der ich nirgends hinmusste, nichts schaffen musste, nicht an meiner Leistung gemessen wurde, hat vieles neu geordnet. Ein Anker ist in mir entstanden, er scheint stabil zu sein und lässt mich schwerlich aus der Ruhe kommen. Ein Strahlen ist in mir, das keiner außer mir bemerkt, vielleicht ist es auch etwas anderes, etwas Helles, Leichtes, es fühlt sich gut an.

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Heile deine wunden Punkte – Kurt Tepperwein

Heile deine wunden Punkte - Hope and Shine, Buchtipps

Heile deine wunden Punkte - Kurt Tepperwein - CoverseiteEine Indikationsliste von A bis Z, von Abszess über Albträume, von Gastritis über Hörsturz, von Kehlkopfentzündung über Migräne, von Ohrenschmerzen bis hin zu Zähneknirschen findet sich in diesem Buch – alles kleinere oder größere Wehwechen, denen ein seelisches Ungleichgewicht zugrunde liegt.

Kurt Tepperwein erkennt zu jedem Symptom eine Botschaft, was uns das Leben über diesen Schmerz sagen will und mit welcher positiven Affirmation man dieses festgefahrene Konzept in uns umwandeln kann.

Für mich das wahrscheinlich wichtigste Buch, das anstatt der Reiseapotheke auch stets mit in den Urlaub muss. Ich bin damit schon allerlei Entzündungen, Zahn-, Halsschmerzen los geworden. Ein Meisterwerk, mit dem man wunderbar üben kann, auf seinen Körper zu hören und sich manchmal schrecklich ertappt fühlt, was ja meistens dann geschieht, wenn man sich der Dinge bewusst macht.

Einfach ausprobieren! Als Taschenbuch ab 10,30 Euro, Ebook ab 8,99 Euro: Heile deine wunden Punkte = Rückseite Hope and Shine, Buchtipp

www.buchhandlung-widhalm.at
3270 Scheibbs, Hauptstraße 12

www.books4life.at (sozialer Buchladen)
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www.buchkontor.at
1150 Wien, Kriemhildplatz 1

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www.thalia.at

 

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