Wie ich fast nicht ankam

Wie ich fast nicht ankam - der Mond über Kreta - hope and shine!

Auch wenn alles, was das Auge sieht, schön ist, so atemberaubend schön, dass es das Auge beruhigt, heißt es noch lange nicht, dass der Geist es ihm gleichtut. Wenn man wegfährt von zu Hause und nach einem ruhigen Flug und einer sanften Landung, nach der geklatscht wird und selber klatscht man sogar mit, ohne dass es einem peinlich ist, so ansteckend ist die ausgelassene Fröhlichkeit rundum und nach einer Autofahrt, die kürzer dauert als angenommen mit einem Taxifahrer, der einen charmant überredet, nur ja nicht den Bus zu nehmen und weit einfühlsamer ist als erwartet, weil er den Tonregler am Radioapparat sofort leiser dreht, als er merkt, dass man droht einzuschlafen, wenn man dann ankommt und dort alles so vorfindet, wie man es sich vorgestellt hat, so präzise, dass man die echten Bilder kaum von jenen im Internet unterscheiden kann und gar nicht überrascht und aus dem Häuschen ist, sondern alles vertraut und gelassen anblickt, als hätte man es schon wochenlang jeden Tag angesehen, heißt das noch lange nicht, dass man selbst gelassen ist.

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Der Fluss des Lebens

Der Fluss des Lebens - Fluss in der Abendsonne, Hope and Shine

Ich mache jetzt täglich Yoga. Begonnen hat das Ganze in einer Phase, in der ich wieder einmal diesen schier selbstzerstörerischen Zwang hatte, mich sowie jedes und alles zu hinterfragen. Ob der Weg, den ich beschreite, auch wirklich der meine ist. Ob ich auch alles richtig mache, mit dem Kind und so. Was von dem, das ich mache, nun wirklich ich bin und was davon ich übernommen habe von Eltern und Vorfahren und ob das nun auch wirklich zu mir gehört. Was ich meinem Kind unbewusst weitergebe und ihm wer weiß was alles damit antue. Wie ich mit Kritik umgehe und was dahinter liegt, wenn ich mich am Schlips getreten fühle. Wie ich mit der Trauer umgehe und ob es nicht dann schön langsam genug ist damit.

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