Leise kleine Freuden

Glitzernde Punkte - leise kleine Freuden

In der Schulklasse meiner Tochter ist heuer Engerl-Bengerl-Spiel angesagt. Es geht aber nicht nur darum, sich ein kleines Geschenk für sein Bengerl auszudenken.  Die Spielregel lautet auch, seinem Bengerl über den Advent verteilt kleine Freuden zu machen. Auf eine Art und Weise, die der- bzw. demjenigen jedoch nicht verrät, von wem die Beglückung ausgeht.

Gleich löst diese Botschaft einen Rattenschwanz an Überlegungen in mir aus. Könnte ich das auch? Könnte ich nicht auch leise kleine Freuden verteilen, anstatt mich mit der Suche nach dem besten Weihnachtsgeschenk oder dem sinnvollsten Weihnachtsspruch zu befassen?

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Eins kann mir keiner nehmen

Boots stapfen im Regen - Die pure Lust am Leben - Hope and Shine

Mitten an einem grauen Regentag überkommt mich auf einer Autofahrt ein großes Glücksgefühl. Warum? Ich weiß es nicht. Es kommt einfach so, aus dem Nichts. Jedoch veranlasst mich dieser Moment, mir folgende Frage zu stellen: Warum sind wir eigentlich nicht öfter einfach grundlos glücklich? Besser noch: Warum nicht immer?

Ich fahre mit dem Auto. Im Radio läuft “Raising my family“. Ich bin nicht schnell unterwegs, nichts treibt mich zur Eile. Es regnet, aber ich komme gut voran. Beim Refrain summe ich mit. Unvermittelt macht mein Herz einen Sprung. So einen, den Herzen machen, wenn etwas Besonderes geschieht. Wenn man zum Beispiel frisch verliebt ist und seinen Herzensmenschen in Kürze treffen wird. Oder man kurz vor einem größeren Urlaub steht, den man vor Ewigkeiten schon geplant hat. Oder man den Schlüssel für die neue Wohnung zum ersten Mal in Händen hält. Fast so, als ob man verstorbene Eltern plötzlich lachend zur Tür hereinkommen sieht, als wäre nichts gewesen. Als hätte man gerade erfahren, dass das eigene Buch veröffentlicht werden würde. So einen Satz macht mein Herz.

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